StuPa-Wahl Ergebnisse 2017

Powered by Pixabay https://pixabay.com/en/pen-red-pen-ankreuzen-choice-2181101/

Die Wahl ist vorbei. Das letzte Kästchen ausgemalt. Zwölf schweißgebadete Wahlhelfer*Innen knabbern an ihrer Pizza. Die fettigen Wahlzettel rascheln durch die müden Zählerhände. In 50ziger Stapeln werden Wahlzettel von jeweils zwei Helfern abgesegnet und das Ergebnis dann nochmals überprüft… und nochmals. Fehler sollen sich ja hier nicht einschleichen. Anspannung und Reizlosigkeit scheinen sich den Raum zu teilen. Zwei betagte Redakteure kratzen sich an Kopf und Bauch. Ein langes Gähnen.

Direkt aus der Machtzentrale der Uni genauer gesagt dem Gebäude I im vierten Stockwerk gibt, es die brüh-warmen, frisch aus dem Wahltöpfen gezogenen, aktuellen und offizielle Ergebnisse. Gerne haben wir die Strapazen auf uns genommen, um euch eure Wahl taufrisch zu präsentieren:

 

Antihelden*: 43% (419 Stimmen)

Campus Grün: 57% (555 Stimmen)

 

Es wurden insgesamt 982 Stimmen abgegeben, d.h es haben ca. 11,73% der Studierendenschaft gewählt. Die Wahlbeteiligung liegt somit im eher unteren Bereich der letzten Jahre. Auch an anderen Universitäten wählen in der Regel zwischen 10% und 20% der Studierendenschaft ein neues StuPa.

Damit gehen 14 Listenplätze an die Antihelden* und 19 an Campus Grün. Campus Grün kann aber nur 16 Plätze besetzen, da nur 16 Menschen sich zur Wahl aufgestellt haben. Die restlichen 3 Plätze entfallen.

Die Top 3 der jeweiligen Listen anhand der Erststimme:

Antihelden*:

Paul Klär, Alexander Fischer, Johannes Kapor

Campus Grün:

Hannah Trippner, Domink Vollbracht, Julius Baur

 

Analyse der Wahlergebnisse:

Dadurch, dass sich nur zwei Listen aufgestellt haben, ist eine Liste in der Lage das Präsidium komplett alleine zu stellen. Lediglich bei gleicher Sitzverteilung wäre dies nicht der Fall. Eine solche Situation von nur zwei existierenden Listen gab es zuletzt bei der StuPa-Wahl im Jahr 2009. Nun kann Campus Grün auf der konstituierenden Sitzung im Januar 2018 das Präsidium ohne Anstrengung alleine stellen. Ob das gut ist, kann jeder Mensch für sich selbst entscheiden, aber zumindest hätte dies einen Beigeschmack. Immerhin wäre im Präsidium keine weitere Liste vertreten. Es kann auch sein, dass Campus Grün keine Ambitionen hat, beide Plätze oder vielleicht auch gar keinen im Präsidium zu stellen und die Studierendenschaft kann gespannt sein, wie dies ausgeht. Für die Wahl des AStA-Vorsitzes bräuchte eine Liste eine Zweidrittel-Mehrheit, um sich keine Sorgen machen zu müssen. Voraussetzung ist natürlich immer, dass alle der gewählten Personen einer Liste einheitlich abstimmen. Es wird vermutlich keine wirklichen Gespräche über Koalitionen geben, sondern wahrscheinlich eines der zwei Ereignisse eintreffen. Entweder gibt es einen großen Grabenkampf oder es werden im Vorfeld Ämter verteilt. Alle könnten aber auch unabhängig ihrer Listen wählen, jedoch ist aufgrund der letzten Jahre eher unwahrscheinlich.

 

weitere Zahlen rund um die StuPa- Wahl:

Am ersten Wahltag [plus Briefwahl] wurden 353 Stimmen abgegeben, davon entfallen 144 Stimmen Antihelden* und 209 Campus Grün. Am zweiten Wahltag wurden 299 Stimmen abgegeben, davon 126 für die Antihelden* und 169 für Campus Grün. Schließlich wurden am letzten Wahltag 328 Stimmen abgegeben, davon 149 für die Antihelden* und 177 für Campus Grün. Insgesamt waren 16 Erststimmen, 1 Zweistimme ungültig und vier komplett ungültig und es gab 3 Zweitstimme/9 Erststimme Enthaltungen.

 

Zwei kurze Statements zu den Wahlumständen:

Zunächst ein Lob, dass die Wahlzettel in zwei verschieden Sprachen,  Deutsch und Englisch, vorhanden waren. Somit war es auch internationalen Studierenden verständlicher zu wählen.

Der zweite Punkt bezieht sich auf den Ort der Wahl, das Atrium. Durch den örtlichen Aufbau des Wahlgangs war der Urnengang nicht barrierfrei. Um die Wahlkabinen zu erreichen und zu verlassen musste jeweils mehrere Stufen erklommen werden, da sich diese im Zentrum des Atriums befanden. Es wurde bei Bedarf die Kabinen nach oben getragen, um so das Wählen zu ermöglichen, jedoch ist hier eine extra Behandlung nötigt, welche nicht die Gleichberechtigung aller sicherstellt. So müssen Studierende im Rollstuhl oder einer Gehbeeinträchtigung eine weitere Hürde zu stemmen und sind von den Wahlhelfer*Innen abhängig.

 

Zu unserer Wahlprognose auf Facebook:

Die Wahlprognose unsere 79 Wähler*Innen auf Facebook hat nicht zugetroffen.  Das Kräfteverhältnis der Liste hat sich umgekehrt und Campus Grün konnte sogar auf 57% der Stimmen erhöhen. Die geringe Anzahl der Teilnehmer*Innen bei unserer Umfrage ließ nie auf realen Gegebenheiten rückschließen.

 

 Wir wünschen dem zukünftigen StuPa eine erfolgreiche Legislaturperiode.


 

4 Kommentare

    • Vielen Dank Hannah für Hinweisen auf unseren Fehler. Wir entschuldigen uns dafür und haben es direkt geändert.
      Um deine Frage zu beantworten, natürlich waren an der Umfrage auch Frauen beteiligt.
      Grüße
      Philipp

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*